Logistik und Fuhrpark

LKW Fahrer finden:
Fahrer, Disponenten und Lagerleute für Ihren Betrieb

Der LKW steht nicht wegen der Maut. Er steht, weil der Fahrer fehlt.

Hier stehen die Lage am Fahrermarkt, was Speditionen und Fuhrparks selbst tun können und wie wir Fahrerstellen besetzen.

Ein LKW steht ohne Fahrer im Hof, der Fuhrparkleiter hält den Schlüssel hoch, Robin kommt mit einem Fahrer dazu
Kurz gesagt

LKW Fahrer finden Sie als Unternehmen selten über die Stellenbörse, denn die guten Fahrer sitzen gerade im Führerhaus eines anderen Betriebs. Sie erreichen sie mit einer Anzeige, die Tour, Heimkehr und Lohn nennt, auf dem Handy in der Pause, und mit einem Anruf am selben Tag. Ob Spedition, Bauunternehmen oder Werkverkehr im technischen Mittelstand: Am Ende fragt fast jeder Fahrer zuerst, wann er zu Hause ist.

Wie eng der Markt für LKW Fahrer ist

Eng, und er wird enger, weil viele Fahrer in den nächsten Jahren in Rente gehen. Berufskraftfahrer im Güterverkehr sind laut Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit ein Engpassberuf, mit rund 525.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einer der größten. Laut Statistischem Bundesamt waren 2023 knapp vier von zehn Berufskraftfahrern im Gütertransport 55 Jahre oder älter (39 Prozent), über alle Berufe hinweg nur ein Viertel.

Der Fachkräftemangel in der Logistik ist dabei nicht überall gleich. Bei Speditions- und Logistikkaufleuten stellte dieselbe Analyse der Bundesagentur 2025 keinen Engpass mehr fest. Der Druck liegt am Steuer. Wer heute einen Fahrer einstellt, wirbt fast immer einen ab, der schon fährt.

Warum die Stellenanzeige für Fahrer kaum noch trägt

Weil der Fahrer, den Sie suchen, nicht sucht, und weil er tagsüber nicht vor einem Rechner sitzt. In den Jobbörsen steht Ihre Anzeige neben Tausenden anderen, und die meisten lesen sich gleich: Klasse CE, attraktive Vergütung, modernes Fahrzeug. Nichts davon sagt dem Fahrer, ob er abends heimkommt.

Er sieht eine Anzeige auf dem Handy, an der Rampe oder in der Pause. Verlangt sie dann Lebenslauf und Anschreiben, ist der Moment vorbei. Wie ein Formular aussieht, das ein Fahrer in zwei Minuten ausfüllt, steht unter Mobile Recruiting.

Was Sie selbst tun können

Kurzfristig zählt, was in der Anzeige steht und wie schnell Sie reagieren. Langfristig zählt, ob Sie Fahrer selbst heranziehen.

Tour und Heimkehr zuerst. Nahverkehr mit täglicher Heimkehr, Fernverkehr mit Wochenendheimfahrt, feste Tour oder wechselnd. Das ist die erste Zeile, nicht die letzte.

Den Lohn als Spanne nennen. Dazu Spesen und Zuschläge. Faire Bezahlung wirkt nur, wenn der Fahrer sie vor dem Anruf sieht.

Das Fahrzeug zeigen. Eigenes Fahrzeug oder Pool, Alter, Ausstattung. Für Fahrer ist das Führerhaus der Arbeitsplatz.

Wenig Bürokratie, schnelle Reaktion. Ein Kurzformular mit Klasse, Wohnort und Nummer, und ein Rückruf am selben Tag.

Nachwuchs selbst qualifizieren. Wer im Lager arbeitet oder aus einem anderen Beruf kommt, hat oft schon Klasse B. Übernimmt der Betrieb Führerschein und Grundqualifikation, bindet er einen Fahrer, bevor der Markt ihn sieht.

Weiterbildung und Wartezeiten ernst nehmen. Die Weiterbildung nach Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz umfasst 35 Unterrichtseinheiten alle fünf Jahre. Wer die Module plant und in die Arbeitszeit legt, nimmt dem Fahrer etwas ab, das andere ihm aufbürden. Und wer Wartezeiten an der Rampe mit dem Kunden klärt, statt sie beim Fahrer abzuladen, zeigt eine Wertschätzung, die sich unter Fahrern herumspricht.

Wie es auf der 977 Werkbank läuft

Ihre Fahrerstelle kommt auf die 977 Werkbank und durchläuft vier Arbeitsgänge. Die Interviews führen Sie.

Stelle und Markt. Führerscheinklasse, Tour, Heimkehr, Fahrzeug, Lohnspanne. Dazu der Blick, wie viele Fahrer im Umkreis arbeiten.

Ansprache und Kampagne. Eine Anzeige in sozialen Netzen im Umkreis, geschrieben so, wie Fahrer reden, dahinter das Kurzformular.

Bewerberfluss mit Telefonat am selben Tag. Jede Bewerbung bekommt noch am Eingangstag einen Anruf. Die Vorqualifizierung klärt Klasse, Schlüsselzahl 95, Wohnort, gewünschte Tour und Starttermin. Wer passt, bekommt einen Interviewtermin bei Ihnen.

Nachschärfen. Anzeigen, die nachlassen, werden getauscht, bevor sie tot sind. Jeden Monat eine Auswertung mit Bewerbungen, Interviews und Einstellungen.

Von Ihnen brauchen wir höchstens 90 Minuten Geschäftsführung in acht Wochen, keine Fotos und keinen Workshop. Kein Agenturtheater.

Was sich bei Fahrern verschiebt

In den Telefonaten mit Bewerbern aller Gewerke fallen seit Jahren dieselben Wechselgründe: der Weg, die verlässliche Schicht, ein Chef, der Zusagen hält, und Werkzeug, das funktioniert. Beim Fahrer übersetzt sich jeder davon. Der Weg ist die Heimkehr am Abend oder am Freitag. Die Schicht ist die planbare Tour. Der Chef, der Zusagen hält, ist oft der Disponent. Und das Werkzeug ist der LKW.

Deshalb fragen wir im Telefonat früh nach Wohnort und gewünschter Tour, nicht zuerst nach Jahren am Steuer. Ein Fahrer mit fünf Jahren Erfahrung, dessen Wunschtour Sie nicht bieten, sitzt nach drei Monaten wieder bei jemand anderem.

Wie das Verfahren wirkt

Wie der Ablauf in anderen Gewerken gelaufen ist, steht mit Kennzahl, Zeitraum und Stimme aus dem Betrieb unter Ergebnisse. Die Schritte sind bei einer Fahrerstelle dieselben: klare Stelle, Ansprache auf dem Handy, Anruf am selben Tag. Weitere Branchen stehen unter Für wen.

Weitere Branchen: Produktion und Fertigung, Anlagen, Maschinen und Zulieferer, Energie, Technische Dienstleistung, Handwerk.

Stellen, die wir in Logistik und Fuhrpark besetzen

Vier Stellen, die in Speditionen, Bauunternehmen und Werkverkehr am häufigsten fehlen.

Berufskraftfahrer im Nahverkehr

Klasse C oder CE mit Schlüsselzahl 95. Gewechselt wird für den Abend zu Hause.

Berufskraftfahrer im Fernverkehr

Die Woche unterwegs passt vielen nicht mehr. Gefragt wird nach Fahrzeug und freiem Wochenende.

Disponent

Er entscheidet, ob Fahrer pünktlich heimkommen und damit, ob sie bleiben.

Lagerfachkraft

Schicht am Stadtrand. Gefragt sind planbare Schichten und der Weg ans Steuer.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Wie finde ich einen LKW-Fahrer?

Mit einer Anzeige, die Tour, Heimkehr, Fahrzeug und Lohnspanne nennt, ausgespielt dort, wo Fahrer in der Pause aufs Handy schauen. Dazu ein Kurzformular ohne Lebenslauf und ein Rückruf am selben Tag.

Wie finde ich einen Fahrer?

Fragen Sie zuerst, welche Klasse Sie wirklich brauchen. Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen reicht Klasse C1, darüber braucht es C, mit schwerem Anhänger oder Auflieger CE. Wer mit C1 auskommt, kann auch Bewerber ansprechen, die nie den großen Führerschein gemacht haben.

Welche Branche hat am meisten Fachkräftemangel?

Laut Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit vor allem Pflege, medizinische Berufe sowie Bau und Handwerk. Berufskraftfahrer werden dort ausdrücklich unter den Berufen genannt, die händeringend gesucht werden.

Was braucht ein Berufskraftfahrer neben dem Führerschein?

Die Grundqualifikation nach Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz und danach alle fünf Jahre eine Weiterbildung von 35 Unterrichtseinheiten. Nachgewiesen wird das mit der Schlüsselzahl 95 im Führerschein.

Was kostet es, einen Fahrer über 977 zu suchen?

Einmaliges Aufsetzen, monatliche Betreuung und Werbebudget, und Sie entscheiden Monat für Monat, ob es weiterläuft. Den Rahmen für Ihre Stelle sehen Sie im Kostenrahmen in zwei Minuten.

Robin Steinheimer lehnt rechts an einem breiten Rolltor aus Metall

Fehlt der Fahrer, steht der LKW

Im Kurzcheck klären wir in 15 Minuten, ob Ihre Fahrerstelle im Umkreis besetzbar ist und was es ungefähr kostet, ohne Verkaufszirkus.

Kurzcheck Anrufen