Wie Sie Fachkräfte für Ihren Betrieb finden
Mit einer Stelle, die für einen bestimmten Beruf geschrieben ist, und auf einem Weg, den genau diese Leute nutzen. Ein Chemikant in Wechselschicht blättert nach Feierabend nicht durch Jobbörsen, ein Betriebselektriker bewirbt sich selten von selbst. Deshalb ist diese Seite nach Berufen sortiert, nicht nach Kanälen: Jede Berufsseite sagt, was die Fachkraft kann, was sie zum Wechsel bringt und wie ein Betrieb sie erreicht. Welche Branchen dahinterstehen, zeigt die Seite zu Produktion und Fertigung.
Welche Fachkräfte gerade fehlen
Nicht alle, aber oft die, an denen eine Anlage hängt. Laut Jahresrückblick 2025 des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung am Institut der deutschen Wirtschaft (KOFA 2026) gab es 2025 erstmals seit der Pandemie wieder mehr qualifizierte Arbeitslose als offene Stellen. Trotzdem blieb jede dritte offene Stelle für Qualifizierte rechnerisch unbesetzbar, mehr als 369.500. In der elektrischen Betriebstechnik waren es 13.011 von 16.628 offenen Stellen, mehr als drei von vier. Die Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit zählt 157 Engpassberufe, nach 163 im Jahr davor.
Fachkräftemangel und Arbeitskräftemangel sind dabei nicht dasselbe. Fachkräfte haben mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung; beim Arbeitskräftemangel fehlen Menschen überhaupt, auch für Tätigkeiten ohne Abschluss. In der Produktion trifft Sie meist beides: Der Elektroniker fehlt, und an der Linie fehlen Leute, die man anlernen kann.
Die üblichen Wege, und was sie in der Industrie bringen
- Stellenbörsen: Reichweite bei allen, die gerade aktiv suchen. Wer seine Schicht fährt und halbwegs zufrieden ist, sucht nicht. Was eine Anzeige trotzdem leisten muss, steht im Ratgeber Stellenanzeige schreiben.
- Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit: kostenlos, mit Bewerberbörse und Beratung. Gut für Helfer und Quereinsteiger, für Fachkräfte, die gerade in Arbeit sind, meist nicht der Weg.
- Direktansprache: erreicht auch die, die nicht suchen, kostet aber je Kontakt Zeit, die im Betrieb kaum jemand hat.
- Zeitarbeit und Personalvermittlung: bringen schnell jemanden oder gezielt einen, zu einem Preis, der sich lohnen muss. Die Gegenüberstellung steht im Vergleich der Wege.
- Empfehlungen aus der Belegschaft: oft die besten Einstellungen, aber nach zwei, drei Namen ist das Netz meist ausgeschöpft.
- Selbst qualifizieren: Das KOFA empfiehlt Quereinstieg und Teilqualifizierung. Ein Produktionsmitarbeiter, der seit Jahren an Ihrer Anlage steht, kann der nächste Anlagenführer sein.
Wie wir eine Stelle besetzen
Wir klären mit Ihnen Schicht, Lohnrahmen und das eine Muss der Stelle, schreiben die Anzeige dazu und spielen sie dort aus, wo Fachkräfte in der Pause aufs Handy schauen. Jede Bewerbung bekommt am selben Tag einen Anruf: Schicht, Weg, Qualifikation, Führerschein, wenn er gebraucht wird. Sie liefern keine Fotos, sitzen in keinem Workshop und sprechen nur mit denen, die übrig bleiben. Wie das in einem Chemiebetrieb mit 80 Beschäftigten lief, der unter anderem Chemikanten suchte, steht im Fall mit 22 Einstellungen in 18 Monaten.