Was Elektrobetriebe gerade erleben
Die Aufträge sind da, die Monteure nicht. Die Bauelektrik war 2025 der Beruf mit der größten Fachkräftelücke auf Fachkraftniveau: Laut Jahresrückblick 2025 des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung am Institut der deutschen Wirtschaft (KOFA, März 2026) waren im Jahresschnitt 16.270 von 21.510 offenen Stellen rechnerisch nicht besetzbar, drei von vier. Rechnerisch heißt: Für diese Stellen gab es keine passend qualifizierten Arbeitslosen. Die Studie zählt die Bauelektrik seit Langem zu den größten Engpassberufen und erwartet für Bau und Handwerk eher mehr Nachfrage als weniger.
Im Betrieb heißt das: Der Chef steht wieder selbst im Keller am Verteiler, Angebote bleiben liegen, und der Kunde wartet Wochen auf seinen Termin.
Warum es selten an der Anzeige liegt
Weil ein guter Elektroniker gerade arbeitet. Er hat einen Wagen, eine Baustelle und keinen Grund, abends Stellenbörsen durchzusehen. Wechseln würde er trotzdem, für einen kürzeren Weg, verlässliche Zeiten, ordentliches Werkzeug und einen Chef, der zurückruft. Davon erfährt er aber nur, wenn ihn jemand dort erreicht, wo er ohnehin ist: am Handy, beim Kaffee im Transporter. Wer auf Bewerbungen wartet, bekommt die, die gerade nichts haben.
Wie es auf der 977 Werkbank läuft, ohne Agenturtheater
Ihre Stelle kommt auf die 977 Werkbank und durchläuft vier Arbeitsgänge.
Stelle und Markt. Im Telefonat klären wir, was die Stelle bietet: Gebäudetechnik oder Industrie, Einsatzgebiet, Bereitschaft, Firmenwagen, Gehaltsspanne. Dann sehen wir nach, wie viele Elektriker in Ihrem Umkreis arbeiten.
Ansprache und Kampagne. Wir schreiben die Anzeige so, wie ein Monteur seinen Tag beschreibt, und schalten sie in seinem Umkreis. Beworben wird am Handy in zwei Minuten, ohne Lebenslauf.
Bewerberfluss. Jeder Bewerber bekommt am selben Tag ein Telefonat, in dem wir Ausbildung, Berufserfahrung, Deutsch und Führerschein klären. Das hält die Time to Hire kurz, denn wer sich erst nach Tagen meldet, erreicht oft jemanden, der schon zugesagt hat.
Nachschärfen. Was nicht trägt, wird geändert. Sie bekommen jeden Monat eine Auswertung mit Bewerbungen, Interviews und Einstellungen.
Die Interviews führen Sie, und zwar nur mit denen, die passen. Fotos, Videos oder Workshops brauchen wir dafür nicht.
Ein Elektrobetrieb aus Norddeutschland
Der Betrieb hatte 20.000 Euro bei einem großen Anbieter ausgegeben. Die zugesagte Garantie wurde nicht eingelöst, weitere 10.000 Euro sollten folgen. Die flossen nicht, der Betrieb kam zurück zu 977. Gesucht waren Leute mit Ausbildung, Berufserfahrung und gutem Deutsch, die man beim Kunden vorzeigen kann. Nach zwei Monaten waren fünf Stellen besetzt, Elektriker und Elektroniker. Der Aufwand im Betrieb: 30 Minuten vor dem Start, 15 Minuten für die Freigabe, in den ersten zwei Wochen fünf Minuten am Tag. Den ganzen Fall lesen Sie unter Elektro Norddeutschland, andere Branchen unter Für wen wir arbeiten.
Was es kostet
Drei Posten: einmaliges Aufsetzen, monatliche Betreuung und das Werbebudget für die Anzeigen. Für eine typische Stelle liegt das zusammen in der Regel deutlich unter 4.000 Euro im Monat. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht, Sie entscheiden Monat für Monat. Den Rahmen für Ihre Stelle zeigt der Kostenrahmen in zwei Minuten, den genauen Preis hören Sie im Kurzcheck.
Was Sie tun müssen
Einen Kurzcheck von 15 Minuten am Telefon: Stelle, Region, Anforderungen. Danach wissen Sie, ob es geht und was es ungefähr kostet. Wenn ja, führen Sie ab dann die Interviews, den Rest übernehmen wir.
Weitere Branchen: Produktion und Fertigung, Anlagen, Maschinen und Zulieferer, Energie, Logistik und Fuhrpark, Technische Dienstleistung, Handwerk.